CZA Ersatzseite

Aufgrund einer Störung im Internet, deren Ursache noch ungeklärt ist, erscheint hier die Ersatzseite für das Christus-Zentrum Arche inklusive der Gedanken zur Tageslosung sowie für die Elmshorner Tafel.

Die wichtigsten Gemeinde-Informationen im Überblick:  

  • Wer noch an der Kampagne "The Chosen" teilnehmen möchte, melde sich bitte telefonisch unter 04121 - 36 36 an.
  • Gottesdienste: Jeden Sonntag 9:30 Uhr mit Livestream (Hier geht's zum Livestream) und 11:00 Uhr mit Kinderkirche.
  • Hier finden Sie uns:
  • Zurzeit ist es nicht möglich online zu spenden, sondern nur per Überweisung:
    • Christus-Zentrum Arche, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH bei der Sparkasse Elmshorn
    • CZA (Losungsandachten und Livestream), IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH bei der Sparkasse Elmshorn
    Wir bedanken uns für jede Spende.

Die wichtigsten Tafel-Informationen im Überblick:  

  • Elmshorner Tafel: Abholung von Lebensmitteln: Mo., Di., Do. und Fr. um 10:00 Uhr, ein warmes Essen täglich um 11:45 Uhr. Telefon: 04121 – 92387
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  • Zurzeit ist es nicht möglich online zu spenden, sondern nur per Überweisung:
    • Elmshorner Tafel, IBAN: DE92 2215 0000 0000 1173 07, BIC: NOLADE21ELH bei der Sparkasse Elmshorn
    Wir bedanken uns für jede Spende.

Gedanken zur Tageslosung  

... auch zu lesen und als App zu laden unter: NahAmLeben.de

Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 03.04.2025

  Andacht anhören:

Losungswort
Mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und das Wasser nicht halten.
Jeremia 2,13

Lehrtext
Jesus spricht: Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
Johannes 4,14

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Die lebendige Quelle

Das heutige Losungswort stammt aus einem ernsten Reden Gottes zum Volk Israel. Er erinnerte sie an die Zeiten, als sie ganz eng mit ihm verbunden lebten. Doch dann entfernten sie sich immer mehr, indem sie ihn verließen, um andere Götter anzubeten. Diesen häufig wiederkehrenden Treuebruch nennt Gott im Losungswort „eine zwiefache Sünde“, da sie ihn nicht nur verlassen, sondern auch durch Götzen ersetzt hatten. Anstatt von seinem lebendigen Wasser zu trinken, wollten sie sich nach eigenem Gutdünken versorgen – jedoch ohne Erfolg. Gerieten sie dann allerdings in Not, sollte Gott ihnen helfen, der sie darauf fragte: „Wo sind denn deine Götter, die du dir gemacht hast? Lass sie aufstehen; lass sehen, ob sie dir helfen können in deiner Not!“(1)

Dieser Bericht aus dem Buch Jeremia zeigt auf, dass es Gott nicht egal ist, wie seine Kinder leben. Das gilt sowohl für das Volk des ersten Bundes, Israel, als auch für alle, die durch Jesus Christus zu ihm gehören. Wie sehr Gott darum ringt, dass Menschen den Unterschied zwischen seinem lebendigen Wasser und löchrigen Ersatzlösungen erkennen können, kann man im Umfeld des Lehrtextes sehen: In einem Gespräch mit einer Frau hatte Jesus diese auf die Baustellen und Brüche in ihrem Leben angesprochen.(2)

Diese Begegnung zwischen Jesus und der Samaritanerin finde ich immer wieder beispielhaft. Einerseits findet ein tiefes geistliches Gespräch statt. Gleichzeitig wird Jesus ganz lebenspraktisch. Und dann kommt das Angebot, von seinem Wasser zu nehmen – eine Einladung zu einem überfließenden Leben. Dieses Wasser fließt aber nicht irgendwo, sondern kommt von ihm: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe …“ Diese Einladung gilt auch uns. Wollen wir?

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Jer. 2,28 [Luther 2017] (2) Joh. 4,16-18

Gebet:
Danke, Herr Jesus, dass du gekommen bist und uns zu einem überfließenden Leben einlädst. Danke auch dafür, dass du uns mit der Wahrheit – auch über uns selbst – konfrontierst. Und danke dafür, dass du uns nicht verdammst, sondern erlöst. Hilf mir, immer nah an dir zu bleiben und mit dir zu leben. Amen.

Falls Sie auf die Andacht reagieren möchten, können Sie hier etwas schreiben. Wir freuen uns über jede Zuschrift, auch wenn wir nicht auf alle eingehen können:

* Bitte bedenken Sie: Ein Kommentar kann nicht zurückverfolgt werden. Ohne Ihre E-Mail-Adresse ist es uns nicht möglich, zu antworten.


Andacht als Podcast:    

Falls Sie auf diese Andacht reagieren möchten, schreiben Sie bitte an losung@cza.de
Die Gedanken zur Tageslosung sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)


Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 02.04.2025

Losungswort
Ein Sohn soll seinen Vater ehren. Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre?, spricht der HERR.
Maleachi 1,6

Lehrtext
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes.
2. Korinther 1,3

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Eine neue Identität

Sowohl im heutigen Losungswort als auch im Lehrtext geht es um Gott als Vater. Allerdings ist der jeweilige Hintergrund verschieden. Im Losungswort nennen die Priester Gott ihren Vater, handeln aber nicht dementsprechend. Außerdem nennen sie Gott ihren Herrn, fürchten ihn aber nicht. Es geht im Losungswort also darum, dass Wort und Tat auch übereinstimmen sollten. Auch heute ehren manchmal Menschen Gott mit Worten und Liedern, suchen aber nicht seinen Willen in der Bibel und im Gebet.

Im Lehrtext hingegen geht es um die Vaterschaft Gottes. Er ist der Vater Jesu Christi. Deshalb verkörpert Jesus auch die Eigenschaften Gottes, nämlich Barmherzigkeit und Trost. Wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist, so geht Gott mit uns um. Das ist eine große Hilfe, um zu verstehen, wie er wirklich ist. Ich halte mich da immer an die Worte Jesu, der sagte: „Wer mich sieht, der sieht den Vater.“(1)

Nun dürfen auch wir Christen Gott unseren Vater nennen. Gemeint ist eine echte Vaterschaft, nicht nur eine Anrede. Was aber bedeutet das für unser Leben? Erst einmal bedeutet es, dass wir eine neue Identität bekommen. Jesus Christus sagte einmal: „Auch sollt ihr niemand hier auf der Erde ‚Vater‘ nennen, denn nur einer ist euer Vater, der Vater im Himmel.“(2) Das klingt ja etwas merkwürdig. Sollen wir zu unserem leiblichen Vater nicht mehr „Vater“ oder „Papa“ sagen? Meines Erachtens bezog sich Jesus darauf, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer sich gern als „Meister“ oder „Vater“ anreden ließen. Grundsätzlich geht es aber um unsere neue Identität. Jesus macht uns bewusst, dass wir in Christus eine göttliche Natur bekommen haben.(3) Wenn wir aber wissen, wer wir sind, wissen wir für gewöhnlich auch, wie wir in vielen alltäglichen Situationen handeln sollten. Unser Vater im Himmel ist barmherzig und voller Trost – also sind wir es auch, denn wir sind seine Kinder.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Joh. 14,9b [Luther 2017] (2) Matt. 23,9 [Neue Genfer Übersetzung] (3) 2.Petr. 1,4

Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir deine Kinder sein dürfen. Deine Klarheit, Güte, Barmherzigkeit und Heiligkeit ist nun auch ein Teil von uns geworden. Hilf uns, dass wir verstehen, wer wir sind, und hilf mir, mich so zu verhalten, wie es dir entspricht. Ich danke dir dafür, Amen.

 

Gedanken zur Losung für Dienstag, den 01.04.2025

Losungswort
Der HERR schafft Recht den Unterdrückten, den Hungrigen gibt er Brot.
Psalm 146,7

Lehrtext
Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2. Korinther 9,10

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Früchte der Gerechtigkeit

Heute möchte ich einmal vom Lehrtext ausgehen. Hintergrund war ein Spendenaufruf des Apostels Paulus aufgrund der Not der Gemeinde in Jerusalem. Er sah die Geldgabe als einen geistlichen Akt. Deshalb verband er diese Gabe mit zwei geistlichen Prinzipien. Das erste lautet: Denkt daran: Wer wenig sät, wird auch wenig ernten. Und wer reichlich sät, wird reichlich ernten.(1) Das zweite betrifft die Freiwilligkeit: Jeder soll für sich selbst entscheiden, wie viel er geben möchte, und soll den Betrag dann ohne Bedauern und ohne Widerstreben spenden. Gott liebt den, der fröhlich gibt.(2)

Diese praktische Hilfeleistung hat laut Lehrtext wiederum zwei Auswirkungen, die von Gott kommen. Erstens: Gott wird die Lücke füllen, die durch die Spende entstanden ist. Und zweitens: Er wird die Früchte der Gerechtigkeit in uns wachsen lassen. Das bedeutet nach meinem Verständnis, dass das Wesen Jesu Christi in uns immer mehr Gestalt gewinnt, wir uns furchtlos zu ihm bekennen und ein Segen für andere sind.

Die Entscheidung, etwas von uns wegzugeben – sei es Geld, Zeit oder auch Kraft –, ist letztlich eine Glaubensfrage. Glauben wir dem Gedanken: „Was du weggibst, wird dir fehlen“, so werden wir nur dann etwas fröhlich geben, wenn es aus dem Überfluss kommt. Doch selbst das kann man zurückhalten, wenn man geizig ist. Glauben wir aber, dass alles, was wir besitzen, ein von Gott anvertrautes Gut ist, gilt Folgendes: Wenn wir mit unserem Gut das tun, wozu es uns anvertraut wurde, wird Gott uns gewiss mehr anvertrauen. Gebrauchen wir es aber nur für uns, wird er uns dann noch mehr geben? Diese zweite Glaubensüberzeugung rechnet mit Gott und sieht sich in der Verantwortung vor ihm.

In diesem Licht können wir das heutige Losungswort auch so verstehen: „Der HERR schafft durch uns Recht den Unterdrückten, den Hungrigen gibt er durch uns Brot.“

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) 2.Kor. 9,6 [Neue Genfer Übersetzung] (2) 2.Kor. 9,7 [Neue Genfer Übersetzung]

Gebet:
Vater im Himmel, du hast mir so viel anvertraut. Zeige mir bitte, wie ich deine Gaben verwenden kann, welche Zeit ich für dein Reich einsetzen und wo ich meine Kraft investieren soll. All diese Gaben kommen von dir und sollen zu dir und zu deiner Ehre zurückfließen. Das bitte ich in Jesu Namen, Amen.

 

Gedanken zur Losung für Montag, den 31.03.2025

Losungswort
Alle deine Geschöpfe sollen dich preisen, HERR, alle, die zu dir gehören, sollen dir danken!
Psalm 145,10

Lehrtext
Mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.
Kolosser 3,16

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Danke sagen

Vermutlich haben viele von uns als Kinder gelernt, dass es höflich ist, sich zu bedanken. „Wie sagt man?“, hören Kinder auch noch heutzutage. Nun geht es in den heutigen Bibelversen ebenfalls um Dankbarkeit, und zwar um Dankbarkeit gegenüber Gott. „Alle, die zu dir gehören, sollen dir danken“, heißt es im Losungswort. Damit sind jedoch keine halbherzigen Lippenbekenntnisse oder fromme Höflichkeitsfloskeln gemeint. Vielmehr geht es um Dank und Lobpreis aus tiefstem Herzen.

Nehmen wir noch einmal das Bild eines Kindes, das von seinen Eltern gemahnt wird, sich zu bedanken. Ob das Kind wirklich dankbar ist, spielt dabei eine zweitrangige Rolle. Ebenso ist die Beziehung zu der Person, bei dem es sich bedanken soll, mehr oder weniger wichtig. Das Kind soll einfach lernen, höflich zu sein und danke zu sagen. Die heutigen Bibelworte gehen jedoch weit über so etwas hinaus. Unsere Dankbarkeit Gott gegenüber wurzelt darin, dass wir seine Geschöpfe sind und er sich um uns kümmert. In dem Psalm, aus dem das Losungswort stammt, beschreibt David, der Verfasser, wie verlässlich und liebevoll Gott ist.(1) Wenn wir dies in unserer persönlichen Beziehung zu ihm hautnah erleben, ist unser Dank kein Pflichtprogramm mehr, sondern wird zur Kür, in die wir unser Bestes hineinpacken.

Wie Dank und Lobpreis aussehen können, beschreibt der Apostel Paulus im Lehrtext. Auch hier geht es nicht um etwas Äußeres: „… singt Gott dankbar in euren Herzen.“ Oft sind wir so fixiert auf den ersten Teil: Psalmen, Lobgesänge und geistliche Lieder. Doch das geistlichste Lied bleibt eine leere Hülse, wenn das Herz nicht mitschwingt. Klingt in unserem Herzen jedoch ein Lied zur Ehre Gottes, so erfüllt es unser ganzes Sein mit großer Freude und Dankbarkeit. Gottes Gegenwart ist uns dann bewusst und die Worte zum Lobpreis entstehen fast von alleine. Ob laut oder leise, die Dankbarkeit fließt dann einfach aus uns heraus – hin zu Gott.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Ps. 145,14-20

Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass ich dein Kind sein darf. Ebenso danke ich dir für deinen Sohn, Jesus Christus, der uns erlöst hat, und für den Heiligen Geist, der uns tröstet und leitet. Danke auch für dein Wort, die Bibel. Öffne mir die Augen für all das Gute, das du in meinem Leben tust und schon getan hast. Ich will dich loben und lieben von ganzem Herzen. In Jesu Namen, Amen.

 

Gedanken zur Losung für Sonntag, den 30.03.2025

Losungswort
Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt.
Psalm 105,7

Lehrtext
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matthäus 5,10

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Recht und Gerechtigkeit

Eine zentrale Botschaft in der Bibel ist, dass Gott den Menschen Ordnungen gibt, nach denen sie handeln sollen. Diese Ordnungen begrenzen Beliebigkeiten und schützen Menschen vor der Macht des Stärkeren. Wo man auch hinkommt, gibt es Ordnungen und Gesetze, die das Miteinander regeln sollen. Wurden sie von Menschen verfasst, besteht die Gefahr, dass sie einseitig das Interesse derer widerspiegeln, die sie verfasst haben. Hingegen verstehe ich Gottes Interesse darin, dass er will, dass wir leben – hier und in Ewigkeit bei und mit ihm.

Mit den Geboten kommt aber auch das Gericht. Im heutigen Losungswort lesen wir, dass sich jeder Mensch einmal vor Gott verantworten muss. Auch wenn jemand Gottes Ordnungen nicht kennt, trägt er sie zum großen Teil schon in sich. So schrieb der Apostel Paulus einmal: „Wenn sogar Menschen, die Gottes geschriebenes Gesetz nicht haben, unbewusst so handeln, wie es das Gesetz vorschreibt, so beweist das, dass sie in ihren Herzen Recht von Unrecht unterscheiden können.“(1) In diesem Sinne kann sich also niemand Gottes Gericht entziehen, ob man nun daran glaubt oder nicht.

Nun ist es ein Kernstück des Evangeliums, dass man nicht in ein Gericht kommt, wenn man an Jesus Christus glaubt. Damit werden aber beispielsweise die Zehn Gebote nicht ungültig.(2) Vielmehr nahm Jesus selbst das Gericht Gottes an unserer statt auf sich. Obwohl wir also schuldig geworden sind, spricht Gott uns in Christus Gerechtigkeit zu.

Genau wegen dieser Botschaft werden Christen bis zum heutigen Tag verfolgt. Doch gerade ihnen verspricht Jesus im Lehrtext das Himmelreich. Die Gründe für Verfolgung sind vielschichtig. Zum Teil glaube ich, viele Menschen wollen nicht wahrhaben, dass sie Vergebung und Erlösung brauchen. Andere fühlen sich in ihrer selbst gemachten Gerechtigkeit angegriffen. Was es auch sei – wichtig ist, dass wir uns nicht von Jesus Christus abbringen lassen. Er öffnet uns das Himmelreich.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Röm. 2,14 [Neues Leben Übersetzung] (2) Matt. 5,17-20

Als Gebet heute zwei Strophen aus dem Kirchenlied „Christi Blut und Gerechtigkeit“ von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf:

Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich zum Himmel werd eingehn.

Gelobet seist du, Jesu Christ,
dass du ein Mensch geboren bist
und hast für mich und alle Welt
bezahlt ein ewig Lösegeld!

Amen

 

Gedanken zur Losung für Samstag, den 29.03.2025

Losungswort
Der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!
Habakuk 2,20

Lehrtext
Jesus lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker?
Markus 11,17

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gott ernst nehmen

Im Kapitel, aus dem das heutige Losungswort stammt, werden die Sünden derjenigen aufgezählt, die Gott nicht ernst nahmen. In diesem Sinnzusammenhang deute ich das Losungswort folgendermaßen: Menschen, die Gott nicht ernst nahmen, sollten wissen, dass er nicht weit weg, sondern ganz nah in seinem heiligen Tempel war. Der, der richten und retten kann, war anwesend. Jeder sollte das erkennen und vor Ehrfurcht schweigen.

Im Lehrtext finden wir eine ähnliche Aussage. Jesus Christus trieb damals die Händler aus dem Tempel. Tat er es, damit die Betenden nicht gestört werden, wenn z.B. Waren durch den Tempel getragen wurden? Ich glaube nicht, dass das der Hauptgrund war. Vielmehr sehe ich in dem Tempel einen Ort, an dem sich Gott und Mensch begegneten. Solch ein Ort ist heilig und verdient es, mit Respekt behandelt zu werden.

Auch heute gibt es Orte und Gebäude, in denen Menschen Gott suchen. Jedoch ist die Begegnung mit ihm nicht mehr an solche Orte gebunden. Jesus sagte einmal: „Es kommt die Zeit, in der es keine Rolle mehr spielt, ob ihr den Vater hier oder in Jerusalem anbetet. … Die Zeit kommt, ja sie ist schon da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten.“(1) Weiterhin erklärte der Apostel Paulus, dass Gottes Tempel nicht mehr ein Gebäude ist. So schrieb er: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“(2) Wenn der Prophet Habakuk also sagt: „Der HERR ist in seinem heiligen Tempel“, so bezieht sich das heute auf die Gemeinde Jesu Christi.

Manchmal frage ich mich, ob uns Christen klar ist, wer wir eigentlich sind. Auf der einen Seite sind die Menschen, die zur Gemeinde Jesu Christi gehören, ganz normale Leute – manchmal einfach, manchmal auch schwierig. Und doch sind wir der Ort, an dem der lebendige Gott den Menschen begegnen will. Nehmen wir das ernst?

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) aus Joh. 4,21-23 [Neues Leben Übersetzung] (2) 1.Kor. 3,16 [Luther 2017]

Gebet:
Vater im Himmel, in deinem Wort lesen wir, dass wir der Tempel deines Geistes sind. Dafür will ich dir danken. Es erfüllt mich aber auch mit Ehrfurcht, dass du durch uns – also auch durch mich – anderen Menschen begegnen willst. Hilf mir bitte, dass ich diese hohe Berufung erkenne und ernst nehme. Wirke in mir und durch mich, damit der Name deines Sohnes Jesus geehrt wird. Befreie mich von Störfaktoren, diesen „kleinen Händlern“, die mich meine geistliche Berufung vergessen lassen. Das alles bitte ich im Namen Jesu Christi, Amen.

 

Gedanken zur Losung für Freitag, den 28.03.2025

Losungswort
Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien.
Jesaja 31,5

Lehrtext
Jesus sprach zu den Jüngern: Geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Matthäus 10,6-7

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Unter seinen Flügeln

In den heutigen Bibelversen geht es speziell um Israel und Jerusalem. Thematisiert werden sowohl eine äußere als auch eine innere Errettung. Nach außen bedeutete dies Schutz vor Feinden und Befreiung von ihnen. Damit waren die inneren Probleme Israels allerdings nicht gelöst. Immer wieder verfielen sie in Götzendienst sowie Ungerechtigkeit und missachteten Gottes Willen. Umso bedeutsamer ist es, dass Gott sie nicht einfach fallen ließ. So schickte er zahlreiche Propheten, die Israel zur Umkehr aufriefen – wie den Propheten Jesaja, von dem das heutige Losungswort stammt.

Im Lehrtext beauftragte Jesus seine Jünger damit, Israel zu verkündigen, dass das Himmelreich nahe herbeigekommen war. Die Jünger sollten sich ausdrücklich nur an Israeliten wenden, denn es heißt: „Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht nicht in eine Stadt der Samariter, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.“(1) Nicht wenige erhofften sich von Jesus eine äußere Befreiung, als er vom Reich Gottes sprach. Als er diesen Vorstellungen aber nicht entsprach, wandten sich viele wieder von ihm ab. Diejenigen, die bei ihm blieben, begriffen jedoch immer mehr: Gott will eine innere Befreiung schenken.(2) Das Himmelreich, von dem Jesus sprach, besteht nicht in der Verbesserung von schlechten Umständen, sondern in der Erneuerung des inneren Menschen. Diese Möglichkeit sollte zuallererst das Volk des ersten Bundes, also Israel, erhalten.

Doch weil Gott alle Menschen liebt, ließ er die Nachricht vom Himmelreich in die ganze Welt kommen. Dennoch ist seine Verbindung zu Israel ungebrochen. So ruft er bis heute nicht nur in den Nationen, sondern auch in Israel zur Umkehr. Denn egal, woher ein Mensch kommt – alle brauchen diese innere Erneuerung, die Gott durch Jesus Christus schenkt.(3)

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Matt. 10,5-6 [Luther 2017] (2) Joh. 6,68 (3) Joh. 3,3

Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass du deinen Sohn Jesus Christus in diese Welt gesandt hast, um uns zu erretten und zu befreien. Lass mich mehr und mehr erkennen, was das für mein Leben bedeutet. Und segne dein Volk Israel damit, Jesus als den von dir gesandten Messias zu erkennen. Dein Reich komme, Herr, unter uns, in Israel und überall. In Jesu Namen, Amen.

 

Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 27.03.2025

Losungswort
Lobet Gott in den Versammlungen.
Psalm 68,27

Lehrtext
Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk.
Apostelgeschichte 2,46-47

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Zurück zum Ursprung

Im heutigen Losungswort wird dazu aufgerufen, gemeinsam Gott zu loben. Im vorausgehenden Vers heißt es sogar: „Die Sänger gehen voran, danach die Spielleute inmitten der Mädchen, die da Pauken schlagen.“(1) Doch wozu der ganze Aufwand? Offensichtlich geht es hier ja nicht um ein Konzert, das jemand hören soll. Worum geht es aber dann?

Ich denke, die eigentliche Frage ist nicht, was wir davon haben, wenn wir Gott loben. Auch nicht, was Gott davon hat. Vielmehr reagieren wir auf ihn. Lobpreis ist im gewissen Sinne ein Echo auf seine Güte, ein Ausdruck unserer Dankbarkeit und Bewunderung. Im Grunde hätte jeder Mensch einen Anlass, Gott zu loben, denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten.(3) Doch nicht in jedem entsteht dieses Echo. Ich kann mir allerdings schwer vorstellen, dass jemand, der in Jesus Christus Vergebung, Erlösung, ewiges Leben und einen direkten Zugang zu Gott gefunden hat, nicht den Drang empfindet, ihn zu loben.

So erging es auch den ersten Christen. Ihre Reaktion auf Gottes Güte wird im Lehrtext beschrieben. Unter anderem, dass sie einmütig waren, sich an verschiedenen Orten trafen und Gott mit allem, was sie taten, lobten. Sie taten es mit einem lauteren Herzen, hatten also keine heimlichen Hintergedanken. So wurden ihre Zusammenkünfte und Gottesdienste authentisch und fanden Beachtung beim ganzen Volk.

Wie ist das bei uns? Leben wir noch in dieser ursprünglichen Freude, dem Drang, Gott zusammen mit unseren Glaubensgeschwistern zu loben? Was tun wir, wenn uns die Musik nicht gefällt? Wenn wir Gott gemeinsam loben wollen, brauchen wir auch eine gemeinsame Form, die nicht unbedingt jedem zusagt. Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, immer wieder zum Ursprung unserer Freude und Dankbarkeit zurückzukehren: Jesus Christus.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Ps. 68,26 [Luther 2017] (2) Ps. 150,1-6 (3) Matt. 5,45 [Neues Leben Übersetzung]

Gebet:
Vater im Himmel, heute möchte ich dich darum bitten, in mir die Freude an Jesus Christus neu zu entfachen. Entfache auch neu den Drang, dich mit meinen Glaubensgeschwistern zusammen zu loben. Hilf mir, mich nicht am Stil der Musik oder an anderen Bestandteilen eines Gottesdienstes zu stören. Befreie mich da von inneren Blockaden. Ich will dir von ganzem Herzen danken, dass du mich erlöst hast. Danke, Vater, für Jesus Christus, Amen.

 

Impressum in Kurzform:
Christus-Zentrum Arche e.V., Lornsenstraße 53, 25335 Elmshorn, Vereinsregister: VR 927 EL, Registergericht: Pinneberg
Kontakt: Telefon: 04121-3636, Telefax: 04121-95253, E-Mail: buero@cza.de